Andreas Linzner

Seit 19 Jahren Ihr Spezialist für Frottierwaren, Upcycling-Projekte und -Konzepte, sowie der Kulturgeschichte des Frottierhandtuchs.
Andreas Linzner - genähte Frottierwaren

Frottierhandtücher kennt Heute jeder aus dem eigenen Gebrauch. Aber erinnerst Du Dich an die Frottiermuster der 50er bis 80er Jahre? Als ich in meiner Studienzeit zur Textilkunst und zu Mode-Design auf das Material aufmerksam wurde, war mir nicht klar, was es in mir auslösen würde und auf was ich mich da eingelassen habe. Frottier wurde zu meinem Arbeitsmaterial!
Angefangen habe ich 1998 in meinem Atelier von zu Hause, mit dem Nähen von Kleidung, Bildern und Objekten.  Im November 2000 habe ich Hamburgs ersten Frottierwarenshop im Schanzenviertel eröffnet und entwickelte eigene kleine Handtuch-, Bademäntel- und Bettwäschekollektionen, Accessoires für den Wohnbereich und schließlich die bekannten Frottierfiguren, wie der Elefant oder der Hase. Von 2003- 2009 wechselte ich in die Marktstrasse im Karoviertel und hatte mehr Platz.
„Iki“ heißt auf türkisch „zwei“ und steht für die zweite Verwendung, ein zweites Leben des Frottierstoffs, aus dem die Frottierfiguren genäht werden. Das sind Frottier-Gardinen, -Kleider, -Bademäntel, -Kittelschürzen, -Bettwäsche und –Handtücher.
Bei meiner Arbeit ist zu beobachten, wie die alten Muster in der Fläche im Original und später durch das Zusammennähen der kleinen Schnittteile zu den einzelnen Figuren, sich wieder neue und eigene Muster bilden.
Heute verwendet man dafür auch die Begriffe Upcycling, re-used oder div. andere Begriffe.
Die von mir verwendeten Frottierstoffe kommen von einem Textil-Recyclinghof aus Niedersachsen. Ich prüfe diese Stoffe persönlich und dann werden sie gereinigt. Es gibt unterschiedliche Frottierstoffe und diese fühlen sich auch unterschiedlich an. Sorgfältig suche ich die Stoffe aus und lege fest, welche Figur aus welchem Stoff gefertigt wird.
Gefertigt werden die Unikate mit liebevoller Handarbeit in einem kleinen Familienbetrieb in Bayern. Die Füllung ist synthetische Füllwatte.
In den letzten 18 Jahren sind die Frottierfiguren auch etwas um die Welt gereist und haben Liebhaber u.a. in Los Angeles, London, Paris, Kopenhagen, Hong Kong, Tokyo, Rom, Zürich und Wien gefunden.
Der weitaus größere türkische Bestandteil meiner Arbeit, ist die Recherche der Kulturgeschichte des Frottierhandtuchs. Die Geburt des Frottierhandtuchs liegt weit 250 Jahre zurück und beginnt im Osmanischen Reich. Ich habe vor 7 Jahren einen Türkisch-Sprachkurs belegt, um mich auch etwas auf meinen Reisen in der Türkei, Istanbul und Bursa, zu verständigen. Ich besuchte Museen, Bibliotheken und traf mich mit den unterschiedlichsten Leuten. Ich lernte etwas über die Kultur und die Menschen, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe, weil sie so extrem gastfreundlich waren. Darüber werde ich bald mehr berichten.
Wegen der Wirtschaftskrise ging es von der Marktstrasse 2009 erst kurz in die Wexstrasse und dann erstmal 50% nach Hause und die andere Hälfte wurde eingelagert. Im Schlafanzug habe ich Pakete weiter verpackt und Bestandskunden weltweit weiter bedient. Nebenbei arbeitete ich als Ankleider, da mein Start-up noch immer mit Krediten belastet war. 2013 bezog ich wieder mein eigenes Atelier in der Peutestrasse und seit 01.08.2019, miittlerweile meine 6. Station, bin ich wieder zentral zu erreichen. Mitten in der Hamburger Altstadt, zwischen Katharinenkirche und Speicherstadt, Bei den Mühren 66A, EG Hinterhof, 20457 Hamburg. Öffnungszeiten sind bitte nach Vereinbarung und jederzeit telefonisch oder Whatsapp möglich: 017623125509