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| Andreas Linzner HISTORY |
Folge 1:
Die Idee, eine Ausbildung zum Herrenschneider zu machen,
kam dem aus Pforzheim stammenden Andreas
Linzner, Jahrgang 1969, schon sehr früh: Bereits als Jugendlicher
missfielen ihm die Stoffe und Schnitte der Kleidung "von der Stange".
Oma musste ran -- und gab ihm eine erste fundierte Anleitung zum
Schneidern. Es folgten eine Herrenschneider-Ausbildung an der
Nürnberger Oper und das Studium der
Textilkunst an der Kunstakademie Nürnberg.
Nach dem Umzug nach Hamburg liess Andreas Linzners ausgeprägtes
Interesse am emotionalen Faktor besonderer Stoffe seine Liebe
zum Frottier entflammen. Nach diversen Übungen und Studien mit dem
flauschigen Material entstanden 2001 die ersten Formen zu Tieren und
Accessoires, die heute Bestandteil seiner Basiskollektion sind.
Die possierlichen Einzelstücke aus Originalstoffen der 50er, 60er und
70er Jahre erregten schnell das Interesse der Menschen mit Geschmack
und Sinn fürs Außergewöhnliche. Auch die Lifestyle-Presse war
begeistert und der Grundstein für Andreas Linzners eigenes
"Atelier für Frottier" war gelegt, das heute auf der Kult-Shopping-Meile
des Hamburger Karoviertels, in der Marktsstraße 6, liegt. Die Marke
Andreas Linzner war geboren!
Folge 2:
Die Liebe von Andreas Linzner zum Frottier begann auf dem Flohmarkt. Er
wurde schnell süchtig danach, jeden Sonntag auf den Flohmarkt zu
gehen und nach originellen alten Handtüchern zu stöbern.
Nicht immer war eine gute Ausbeute dabei, aber gute Funde ließen
das Designer-Herz jedes Mal höher schlagen.
Andreas Linzner liebt es heute noch, jedes Handtuch wie unter
einer Lupe zu untersuchen und den Verlauf der Schlinge zu prüfen.
Wie fühlt sich das Handtuch an, in welchem Zustand ist es? Das
Besondere an den Handtüchern ist zum einen die Vielfalt der Muster
und Farben und die unterschiedliche Anordnung der Schlingen.
Doch die Überlegung geht noch weiter: Welches Produkt kann
und wird aus diesem Handtuch gefertigt werden? Nur durch diesen
emotionalen Einsatz kann am Ende das entstehen, was die Produkte von
Andreas Linzner ausmacht: ein echtes Designerstück mit Liebe zum
Detail.
Folge 3:
Das emotionale Material Frottier hat Andreas Linzner so sehr
inspiriert, dass er daraus zunaechst Kunstwerke wie Bilder und Collagen
schuf -- die dann in der Kombination der Stoffe und Muster die erste
Andreas Linzner Frottier-Tierkollektion entstehen liessen:
Dabei prüft Andreas Linzner jedes Stueck Frottier zunächst
auf Farben, Muster und Qualitaet; dann führt er die vorliegende
Musterflaeche seiner optimalen Form zu. Design und Größe des
Ausgangsmaterials entscheiden darüber, ob ein kleiner Hase, eine
schlanke Giraffe oder ein kurvenreicher Elefant das Licht der Welt
erblicken.
Alle Stoffe für Produkte von Andreas Linzner werden
schließlich so liebevoll zugeschnitten, dass bei der Fertigung
die Muster zum Beispiel an den Nahtstellen wieder zusammenfinden oder
für die Form des jeweiligen Tieres Sinn machen.
Folge 4:
Seit Jahrhunderten begleitet Frottier den Alltag der Menschen. Das Material hat seinen Ursprung im vorderen Orient und wurde
zum ersten Mal 1851 in England und 1856 in Deutschland auf Webstuehlen verarbeitet. Anfangs beschraenkte man sich auf die
Herstellung von Hand- und Badetuechern. Sie zeichneten sich im Gegensatz zu den bisherigen gebraeuchlichen Tuechern durch
groessere Wasseraufnahmefaehigkeit und durch einen weicheren Griff aus. Diese Eigenschaften sind das besondere Merkmal aller
Frottierwaren.
Das englische Koenigshaus das einige Handtuecher als Geschenk erhielt - war begeistert und bestellte gleich ein Dutzend.
Daraufhin erhielt Frottier das Attribut "königlich".
Das besondere an Frottier ist die Schlinge, die durch eine immer wieder
neue Anordnung und Beschaffenheit in Verbindung mit Farben, Drucken
oder Stickereien eine unbegrenzte Vielfalt an Mustern möglich
macht. Ob Walkfrottier, Zwirnfrottier, Malipol oder Velourfrottier
kaum ein Stoff bietet so zahlreiche Verarbeitungsmoeglichkeiten
und fuehlt sich so weich und flauschig an.
Die Geschichte des Frottier wird sehr anschaulich im saechsischen
Frottiermuseum in Großschoenau demonstriert. In dem Museum,
dessen Anfaenge auf das Jahr 1905 zurueckgehen, sind sowohl wertvolle
alte Damaste als auch die Geschichte der Frottier- und Damastweberei
ausgestellt. An funktionstuechtigen Webstuehlen kann man miterleben wie
diese aufwendigen Gewebe entstehen.
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